Eltern, Freunde und Verwandte, Schulleitung, betreuende Lehrkräfte und die 10. Klassen - sie alle waren da, um Teil des festlichen Rahmens zu sein, in dem wir am 19. Juni die besonderen Lernleistungen von 14 künftigen Abiturientinnen und Abiturienten gewürdigt und die Zertifikate im Großen PTF (Philosophisch-Theologischen-Forum) verliehen haben.

Und was gab es da alles zu sehen und zu diskutieren: z. B. den Austausch von Hamas-Geiseln gegen verurteilte Straftäter, die Umsiedlung eines Dorfes zur Kohleförderung, den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Psychotherapie oder den Konsum von Rammsteins Musik nach Vorwürfen gegen die Band. Die thematische Spannbreite und Tiefe der ethischen Auseinandersetzung mit den selbst gewählten Fragestellungen unter dem Oberthema „Verantwortung in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft“ beeindruckte alle Anwesenden. Und in der individuellen Leistung an diesem Nachmittag gesehen zu werden, ließ die Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu den erworbenen Noten strahlen. Denn nachdem sie sich zu Schuljahresbeginn zunächst mit ethischen Theorien auseinandergesetzt und ihre persönliche Fragestellung gefunden hatten, haben sie dann in vielen Diskussionen in der Gruppe und durch Rückmeldungen von den betreuenden Lehrermentoren ihre Analysen so verfeinert und ihren eigenen Standpunkt gefunden, dass sie diese in einer 15-seitigen Dokumentation und einem Kolloquium mit Präsentation am A0-Plakat zeigen konnten.

Auch die 10. Klassen, die das Catering übernommen haben und zur Zeit überlegen, ob sie die große Variante des Philosophisch-Theologischen Forums im nächsten Jahr belegen wollen, waren beeindruckt: „Hier fließt alles zusammen, was wir in den letzten Jahren mit Freien Studien, Vernetztem Unterricht und Morgenkreis kennengelernt haben“. Und Eltern freuten sich „Wie schön, dass an dieser Schule nicht nur Fachexperten ausgebildet werden, sondern auch der Umgang mit Fachwissen geschult und die Frage nach dem „Wozu“ gestellt wird“ und „Hier können wir Eltern unsere Kinder in dem, was sie in der Schule machen, wirklich erleben und feiern!“

Esther Panteleit

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