Neue Bäume für's Kocherufer

„Wenn der letzte Tag der Welt gekommen wäre, würde ich einen Baum pflanzen wollen“, hat der Schriftsteller W.S. Merwin mal gesagt.

Es ist ein klarer Samstagmorgen, die Temperatur liegt irgendwo zwischen 0 und 5 Grad und am St. Jakobus Gymnasium in Abtsgmünd haben sich etwa 100 Eltern und Kinder eingefunden, um zu beweisen, dass eine Baumpflanzaktion auch ohne eine morgige Apokalypse ein wichtiges Zeichen setzen kann. Im Werkraum stehen die Busch- und Baumsetzlinge aneinandergereiht zur Auswahl: Holzapfel, Schlehe, Holunder, Wildrosen und vieles mehr. Alles Pflanzen, von denen Bienen, Vögel und Insekten profitieren. Laut der Uschi Mill ist das auch ein wichtiger Punkt der Aktion, einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zu leisten. Sie hat die Aktion zusammen mit Dorothea Heckel ins Leben gerufen. Hier an der Schule gebe es schon länger ein Bienenvolk, erzählt sie, dem man jetzt noch durch den Winter helfen müsse und gleichzeitig wolle man den Grünstreifen am Kocher schon länger noch weiter bepflanzen.

Nach Absprachen mit der Gemeinde sei dies nun möglich. Frau Mill hat nicht viel Zeit, gerade kommt eine neue Ladung von Pflanzen an der Schule an, es werden mehr gebraucht als geplant. Es wird gelacht und sich unterhalten, man verleiht Gartenhandschuhe gegen Gießkannen und irgendwo zwischen der Feuerschale und dem Kuchenstand der Umwelt AG hat man vergessen, wie kalt es ist. 

Als um zwölf Uhr schließlich auch die letzten Büsche eingepflanzt sind, stehen nur noch vereinzelt ein paar Eltern auf dem Schulhof und irgendeiner meint noch, dass es das öfter geben müsste, solche Baumpflanzaktionen, allein schon weil ein Baum doch so ein schönes Symbol sei!

Leni Klöcker (Klasse 10b)

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