Lernprozessgespräche: Wachstum sichtbar machen

Nach einem längeren Schulentwicklungsprozess, der bereits im vergangenen Schuljahr begann, durften in der ersten Februarwoche nun unsere Lernprozessgespräche in Klasse 5-10 ihre Premiere feiern. Mit diesen stärkenorientierten Gesprächen möchten wir Lernbegleitung als Kernelement des neuen G9 im Sinne des Marchtaler Plans gestalten und auch für die anderen Jahrgänge fruchtbar machen. Lernen ist für uns als Ganztagsschule nicht nur ein individueller, sondern vor allem auch ein sozialer Prozess, den es gut zu begleiten gilt. Bei jedem Gespräch waren deshalb neben dem Schüler oder der Schülerin als Mittelpunkt eine Person aus dem Klassenlehrerteam, Lernbegleitung und mindestens ein Elternteil dabei. Jedes Kind reflektierte zunächst in einer kurzen Vorstellung, die im Morgenkreis gründlich vorbereitet worden war, seinen Lernweg im ersten Halbjahr anhand individuell ausgewählter Lerngegenstände. Das konnte ein gelungenes Projekt, aber auch der Jakobusplaner oder ein wichtiger Gegenstand aus der Mittagsfreizeit wie das Schachbrett oder der Tischtennisschläger sein. Diese Präsentation mündete in eine gemeinsame Reflexion, bei der auch die Halbjahresinformation übergeben und besprochen wurde. So entstand ein würdiger und wertschätzender Rahmen für dieses wichtige Etappenziel in der Mitte des Schuljahres. Gleichzeitig konnte im Gespräch auch aufgezeigt werden, was jenseits der Noten geleistet und geschafft wurde. Am Ende stand eine gemeinsame Zielvereinbarung, wie es im zweiten Halbjahr gut weitergehen kann. Die positive Ausstrahlung der Gespräche war die ganze Woche über im Schulhaus greifbar. Beim Verlassen des Gebäudes meinte eine Mutter: "Jetzt weiß ich, was "der Mensch in der Mitte" wirklich bedeutet." Besser lässt sich die Kernidee der Lernprozessgesprächs nicht zusammenfassen. Wir danken allen Beteiligten für ihre Offenheit und ihr Engagement bei diesen Gesprächen und freuen uns auf die nächste Runde im kommenden Schuljahr!

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